Besieg das Ferkel in dir.

Es braucht an so einem Tag wie heute nicht wirklich viel, um mich zu motivieren, mein immer noch leicht schmerzendes Hinterteil auf den Sattel meine Trek Bikes zu begeben.
Deswegen muss ich auch kein Schwein in mir besiegen, sondern lediglich ein kleines Ferkel.

Die Sonne brennt wieder vom Himmel herunter, ein leichter Wind vom Süden bringt Heuschnupfer zum verzweifeln, indem er tonnenweise Polen durch das Wipptal wirbelt und die Temperatur hat schon am Vormittag den 20er hinter sich gelassen.

Nach einem tollen Morgen mit einer lustigen Matrei am Brenner Führung mit meinen Dänischen Gästen, in der ich Wahrheiten und frei erfundene Geschichten über die Geschichte, die Bevölkerung, die Geographie und sonstiges zu meinem besten gegeben habe, einem erfolgreichen Bewerbungsgepräch (endlich haben wir einen neuen Sous Chef), ging es dann los auf die Maria Waldrast (1.638 m). Das dachte ich zumindest am Anfang.
Vorbei an den malerischen Häusern dieser ältesten Marktgemeinde Tirols biege ich am nördlichen Ende von Matrei am Brenner links ab. In der prallen Mittagssonne und immer noch die Makkaroni im Magen liegend trete ich noch motiviert nach Mützens.
Ich bin froh dass der immer stärker werdende Südwind mich etwas leichter nach oben trägt, als ich beim Stiegelgatter ankomme. Vorbei an einem alten Kraftwerk, werden dann die Schweißperlen auf meiner Haut doch zu groß und zu häufig; ich kann dieser Wassertränke einfach nicht widerstehen und bevor ich dehydriere, schmeiße ich das Bike auf Seite und fülle meinen Magen mit kühlen, wohltuenden, frischen Quellwasser.

Motiviert trete ich weiter; immer wieder kommen mir Biker und Autofahrer entgegen. Nach etwas 25 Minuten entschließe ich mich dennoch nicht zur Waldrast du fahren, sondern die etwas unterhalb gelegene Matreier Ochsenalm (1.550 m) aufzusuchen.

Dort angekommen treffe ich auf die Gin Society mit Penz Wene, Winkler Bibi & C0.

Ich stärke mich mit einer Brettljause, schlürfe genüsslich mein Bier und amüsiere mich über welchen Scheiß & Blödsinn die anderen reden.

Ich genieße die Aussicht in die Matreier Grube; hinauf auf die Peilspitze (2.392 m), die Kessel (2.728 m) und natürlich den Hochaltar Tirols, die Serles (2.717 m).
Wie unglaublich schön es auch heute wieder ist. Zwar nicht so still und besinnen wie bei den letzten Touren, aber dennoch ehrlich und bombastisch imposant.

Dein Florian Obojes | Gastgeber im Parkhotel Matrei

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