Das Parkhotel Matrei.

Nun habe ich schon über ein Dutzend Blogs über das Wipptal geschrieben, aber noch keinen einzigen über meinen Betrieb, dem Parkhotel Matrei.

Die Vergangenheit

Die Wurzeln gehen ziemlich weit zurück; und zwar ins Jahr 1867. In diesem Jahr wurde die Brennerbahnstrecke zwischen Innsbruck und Ala (Nähe Verona) eröffnet. Genau gegenüber des Bahnhof Matrei wurde eine Bahnhofsrestauration; bei den Einheimischen als Reste bekannt; erbaut. Über die Jahre hinweg wechselten das Gebäude desöfteren die Besitzer, bis es Mitte des letzten Jahrhunderts Eigentum der Familie Stadler/Hotel Krone in Matrei am Brenner wurde.

Als Alexander von Stadler seinen 21. Geburtstag feierte, musste sein Stiefvater, Otto Huter, seines Zeichens mein Opa, aus dem Hotel Krone ausziehen – als kleine Entschädigung erhielt er – richtig geraten – die Bahnhofsreste. Otto und Hanni, ihres Zeichens meine Oma, packten ihre sieben Zwetschken und ihre vier Kinder Elisabeth, Annemarie, Bernhard und Helene und siedelten sich 400 m weiter südlich, gegenüber des Bahnhofs, an. Und das alles geschah im Jahr 1964. Die beiden bauten um, bauten aus, bauten ein paar Zimmer und bauten dann noch eine Kegelbahn. Letztere erwies sich als eine echte Goldgrube, denn zum gleichen Zeitpunkt wurde mit dem Bau der Brennerautobahn begonnen. Über mehrere Jahre hinweg bevölkerten Arbeiter die vier Bahnen im Kellergeschoss des Parkhotel Matrei.

Nach weiteren Umbaustufen übernahmen Elisabeth und Helene gemeinsam mit deren Partnern Franz und Sepp das Hotel.
Das Hotel wuchs, es wurde wieder aus- und umgebaut, die Gäste wurden mehr und schön langsam entwickelte sich das Parkhotel Matrei zu einer Manifestation im Wipptaler Tourismus.

Durch jährliche Investitionen konnte und kann sich das Parkhotel Matrei an der Spitze der Wipptaler Hotellerie behaupten, auch wenn dir Region touristisch betrachtet ein schwieriges und heißes Pflaster ist. Zwar kennt beinahe jeder die Nachbarn der Region (zum Osten das Zillertal und zum Westen, auch wenn es nur ein Seitental des Wipptales ist, das Stubaital), doch das Tal zwischen Innsbruck und Brenner erleben die meisten nur bei der Durchfahrt von Nord nach Süd Richtung Italien.

Hanni verstarb im Jahr 1991 nach einer fast Dreijahrzehnten dauernden Kopftumorerkrankung, welche sie über die Jahre wachsen liess und ihr Umfeld beeindruckte.
Otto starb im Jahr 2000 und hinterließ voller Stolz und Anerkennung sein Lebenswerk den nachfolgenden Generationen.

Die Gegenwart

Im Jahr 2003 beschlossen die beiden Besitzerfamilien und der jüngste Spross von Franz und Elisabeth, Florian alias meine Wenigkeit, getrennte Wege zu gehen. Fortan führt Florian gemeinsam mit seinen Eltern Franz und Elisabeth das Hotel.

Nach einigen Umbauarbeiten hat sich das Parkhotel Matrei etwas gewandelt; es wurde moderner, zeitloser; dennoch blieb es traditionsbewußt. Die Gäste haben sich gewandelt, die Zeit hat sich geändert. Sie bleiben kürzer, kommen dafür öfter.
Auch fühlt sich der Einheimische wieder angezogen, nicht nur in der 2007 geschaffenen Bar ma3, sondern auch in den „Esszimmern“ Enneberg und Hafner Stube. Es ist ein sehr schwieriges Unterfangen, den Einheimischen in ein Hotel zu bekommen; er sieht es oftmals als Gebäude, welches nur für „Fremde“ da ist. Und doch macht es diese reizvolle Kombination aus dem Wipptaler und dem Reisenden, welche im Restaurant, an der Bar, auf der Terrasse oder in der Sauna aufeinandertreffen, reden, lachen, die so authentisch, ortsbezogen ist. Nicht ausgrenzen, sondern zusammenführen, ehrlich sein. Egal ob der Gruppenreisende, der Alleinreisende, er Erholungssuchende, der Bergsteiger, der Geschäftsreisende, der Familienurlauber, der Zwischennächtiger, der Wipptaler.

Die Zukunft

Wenn ich das wüßte… aber ich kann sie mir vorstellen, es fühlen. Es wird weiter in diese Richtung gehen, wir machen das beste aus der verkehrsgünstigen Lage, aus der tollen Erreichbarkeit, aus dem wunderbaren, weit abseits von Massentourismusströmungen gelegenen Wipptal. Und wir werden besser, größer, nach und nach, in kleinen Schritten, in der Hard- und der Software, in Service und Leistung, in Preis und in der Wirtschaft, in Qualität und Quantität, in Freude und Begeisterung, in Zeit und Raum – bei Mitarbeitern, Gästen, Partnern und uns selbst.

Dein Florian Obojes | Gas(t)geber im Parkhotel Matrei

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