Serles

Vom Norden über die A13 Brennerautobahn kommend sieht man sie von ihrer schönsten Seite, den Hausberg der Matreier: Die Serles. Der Hochaltar Tirols wurde auch in letzter Zeit von der Tirol Werbung für die neue Imagekampagne verwendet. Und auf diesen fantastischen Aussichtsberg habe ich mich heute begeben.

Es ist Mitte November und wie auch schon im letzten Jahr ein traumhaft schöner Herbst. Wo andere schon die Gletscherskisaison begonnen haben, habe ich die Wandersaison noch nicht ganz beendet. Im Sommer reizt es mich nicht sonderlich auf die Serles zu gehen; Massen von Leuten schlängeln sich untertags und in der Nacht zum Sonnenaufgang von der Maria Waldrast aus, am Fuße gelegen, empor auf den Gipfel, um den bombastischen Rundumblick in die Zillertaler und Stubaier Alpen, aber auch auf die Nordkette oberhalb von Innsbruck zu genießen.

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Ich lasse mein Auto bei der Matreier Ochsenalm stehen und folge der Matreier Gruben Richtung Kalbenjoch (2.226m). Nach rund 15 Minuten folge ich dem Jagersteig im Zick-Zack-Verlauf nach oben, bis ich auf den Normalweg treffe. Obwohl die Serlesgrube mit Schnee bedeckt ist, komme ich zügig auf der harten und griffigen Oberfläche voran. Ich folge den Fußstapfen meiner Vorgänger bis aufs Serlesjöchl (2.384m); dann geht’s weiter über eine Leiter und vorbei an einer weiteren Stahlsicherung auf den Gipfelhang. Wieder zick-zack, aber immerhin aper bis fast unter den Gipfel; ein paar eisige Stellen ein paar Minuten vor dem Gipfelkreuz stellen nicht wirklich ein Problem dar.
Ich genieße den Aublick Richtung Innsbruck, ins Wipp- und Stubaital und die dazugehörenden Berge, aber auch die benachbarten Berge Kesselspitze, Sonnenstein, Lämpermahd, Peilspitze und Blaser. Ein kurzer Eintrag noch ins Gipfelbuch und ich mach mich gleich wieder auf den Retourweg, um mich in der Maria Walrast (1.641m) mit Weizenbier und Wiener Schnitzel zu stärken.

Fazit: Tolle Ganzjahresbergtour, welche besonders in den Zwischensaisonen seine Reize hat. Sehr bekannter Berg für Sonnenaufgangstouren; im Winter unbedingt den Lawinenwarnbericht beachten; sehr schöne Skitour!

Dein Florian Obojes | Gastgeber im Parkhotel Matrei

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